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Globalfoundries macht Schluss mit Kurzarbeit









Chiphersteller Globalfoundries beendet die KurzarbeitFoto: Sebastian Kahnert / dpa

Nach rund sechs Monaten hat der Chip-Hersteller Globalfoundries (GF) die Kurzarbeit im Dresdner Werk beendet.

Im Juni 2018 hatte sich das Unternehmen nach dem Verlust eines Großkunden und der damit verbunden Unterauslastung für diesen Schritt entschieden. Von Mitte August an wurde die Kurzarbeit umgesetzt. „Wir wollten damit auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten“, sagte Geschäftsführer Thomas Morgenstern der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen gewesen sei der gesamte Standort, vor allem die Fertigung - im Schnitt wurde die Arbeitszeit um 20 bis 30 Prozent reduziert.

Vor Beginn der Kurzarbeit hatte Morgenstern seinen Mitarbeitern zudem angeboten, das Unternehmen im Rahmen eines „Freiwilligenprogramms“ zu verlassen. Sieben Prozent der Mitarbeiter quittierten 2018 ihren Dienst bei Globalfoundries - eingerechnet aber auch die Beschäftigten, die ohnehin jedes Jahr die Firma wechseln. Das sind im Schnitt zwischen vier und fünf Prozent. Heute arbeiten rund 3000 Mitarbeiter im Dresdner Halbleiterwerk, 2018 waren es rund 3400.
Für die Zukunft gibt sich Morgenstern optimistisch. „Wir wissen, wir haben die richtige Strategie und wenn wir die konsequent umsetzen, haben wir gute Perspektiven.“

Morgenstern übernahm zum 1. Januar 2018 den Chefposten und kündigte kurz darauf eine Erweiterung der Produktpalette an. „Wir haben uns breiter aufgestellt“, so der 50-Jährige, der zuvor etwa bei Bosch und Infineon arbeitete. Neben Chips für Smartphones und Computer setzt der Halbleiterhersteller verstärkt auf Chips für Smart Home oder die Automobilindustrie. „Das ist für mich der Markt schlechthin.“ Er hofft mit Blick auf das autonome Fahren oder Künstliche Intelligenz auf neue Absatzmöglichkeiten, nachdem der Markt für Smartphones und Handys nicht mehr so stark wächst wie bisher.
Morgenstern verwies darauf, dass das Dresdner Werk im Vergleich zu früher, als es noch vor allem Prozessoren für den ehemaligen Mutterkonzern AMD herstellte, nun auch andere Märkte beliefere - und andere Kunden. „Wir haben es geschafft, im letzten Jahr die Anzahl der Kunden zu verdoppeln und sind jetzt bei 50.“ Das Ziel: Mehrere hundert. „Das ist auch realistisch“, so Morgenstern mit Blick auf die GF-Fabrik in Singapur mit ähnlichen Kapazitäten. Diese beliefere mehr als 200 Kunden. In der Dresdner Fabrik gibt es noch Luft nach oben. Nach dpa-Informationen ist sie derzeit zur Hälfte ausgelastet.
„Meine Vision ist klar: Ich möchte mehrere Kunden, uns breiter aufstellen, mehrere Märkte adressieren“, fasste der Globalfoundries-Chef zusammen. Das Ziel: Die „Fab1“ auszulasten. 2017 verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. 2018 habe man wegen des Einbruchs den Umsatz nicht halten können. „Trotzdem schreiben wir keine roten Zahlen“, betonte Morgenstern.

Derzeit stellt das Unternehmen wieder ein, etwa Wartungstechniker. Zudem hat Globalfoundries nach eigenen Angaben die Anzahl der Auszubildenden verdoppelt - auf 20 pro Jahr. Darunter sind vor allem Mechatroniker und Chemielaboranten. 2018 wurden alle Absolventen übernommen. „Der Kampf um Talente ist extrem ausgeprägt“, so Morgenstern. Chip-Hersteller Infineon braucht ebenfalls Fachkräfte, Bosch baut ganz in der Nähe für rund eine Milliarde Euro eine Chipfabrik, um dort Halbleiter für die Automobiltechnik zu fertigen - rund 700 Arbeitsplätze entstehen. Nicht umsonst spreche man von „Silicon Saxony“ so Morgenstern und lobte den Clustereffekt. Man konkurriere zwar um Fachkräfte, ergänze sich aber bei den Produkten.
Laut Branchenverband Silicon Saxony arbeiten nach den aktuellsten Zahlen von 2016 rund 13 000 Beschäftigte in der sächsischen Mikroelektronik-Industrie. In der gesamten Informations-und Kommunikationstechnologie (ITK)-Branche sind es rund 60 000.
Das Unternehmen hat als ein Standbein eine spezielle Chiptechnologie, die sich 22FDX nennt. Diese ist vor allem für das „Internet der Dinge“ gedacht, in dem Elektronik mit geringem Stromverbrauch gefragt ist. Morgenstern fährt allerdings lieber zweigleisig: „Ich bin kein Freund, alles auf eine Karte zu setzen.“ In den vergangenen Jahren hatte der Chiphersteller vor allem auf immer kleinere Chips mit möglichst geringen Strukturbreiten gesetzt. Allerdings seien die Kosten immens, die Investitionen riesig. Das „Spielfeld“ wolle er gern anderen überlassen. „Es geht nicht immer nur darum, kleiner zu werden, sondern um kostengünstige und effiziente Chips.“ Die sollen dann etwa im Intelligenten Zuhause zum Einsatz kommen, wenn das Handy mit dem Kühlschrank kommuniziert - oder im Autoradar.


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Kein Ersatz für Flüge ab Dresden in den Winterferien








Ersatz für die Pleite gegangene Germania gibt es zumindest für Winterferien-Urlauber ab Dresden nicht. Quelle: dpa

Nach der Pleite der Fluggesellschaft Germania Anfang der Monats (DNN berichtete) gibt es für Pauschalurlauber ab Dresden in den Winterferien offenbar keinen kurzfristigen Ersatz. Reiseveranstalter teilten auf Anfrage mit, die Reisenden würden stattdessen aktuell umgebucht. TUI erklärte beispielsweise, dass ihre Gäste ab Berlin-Tegel oder Leipzig in den Urlaub starten würden.

Germania hatte ab Dresden im Winter insbesondere Ziele auf den Kanaren, in Ägypten sowie die portugiesische Insel Madeira angesteuert – viele Ziele davon als einzige Fluggesellschaft. Ein Sprecher des Flughafens sagte, auf den Maschinen hätten viele verschiedene Reiseveranstalter jeweils bestimmte Sitzplatzkontingente gebucht gehabt.Sundair fliegt im Sommer ans Mittelmeer Auch der Flughafensprecher bestätigte, dass bisher keine kurzfristigen Ersatzflüge in den sächsischen Winterferien zwischen 18. Februar bis 2. März angemeldet seien. Für Veranstalter lohnen sich kurzfristige Sondercharter nur dann, wenn sie auch genügend Urlauber für einen Flug haben.

In den Boeings 737 der Germania, die in Dresden stationiert waren, fanden knapp 150 Passagiere Platz. Erleichterungen für Sonnenhungrige gibt es in Dresden erst zum Sommerflugplan, wenn die kleine deutsche Fluggesellschaft Sundair ab Dresden zu Urlaubszielen am Mittelmeer startet. Derzeit stehen nur noch Ägypten und die Türkei als klassische „Warmwasserziele“ mehrfach pro Woche nonstop im Dresdner Flugplan. Von Lars Müller


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Ab März lässt Sachsens Justizminister auch Bagatellfälle gnadenlos verfolgen
 




Sebastian Gemkow (40, CDU, r.) und Generalstaatsanwalt Hans Strobl (62) stellen die neue Verfügung vor. Mit dem Papier soll die Strafverfolgung verschärft werden.



Dresden - Sachsens Justiz soll künftig auch Bagatelldelikte ahnden. Die entsprechende Rundverfügung (TAG24 berichtete) tritt ab März in Kraft, kündigte Justizminister Sebastian Gemkow (40, CDU) an.

Für den Mehraufwand von bis zu 10.000 Fällen pro Jahr stünden neben dem bereits laufenden Aufwachs bei der Polizei 30 zusätzliche Stellen für Richter, Staatsanwälte und Rechtspfleger zur Verfügung. Mit der Verfügung soll die Verfahrenseinstellung bei Bagatelldelikten im öffentlichen Raum wegen Geringfügigkeit erschwert werden (Diebstahl, Kleinstmengen Crystal, Ladendiebstahl).

Doch schon regt sich Unmut. Reinhard Gärtner von der Deutschen Polizeigewerkschaft sieht ein "totgeborenes Kind". Schließlich gebe es bei Kleinkriminalität oft keine Ermittlungsansätze: "Also, was wollen die da zur Anklage bringen?" Hagen Husgen, Chef der Konkurrenzgewerkschaft GdP, sieht Gemkow mit der Verfügung zwar "auf dem richtigen Weg", verweist aber auf den Faktor Personal. So komme der angekündigte Zuwachs bei der Polizei 2019 noch gar nicht zum Tragen. Und neue Polizeikollegen später seien bereits zu 50 Prozent für die reine Präsenz auf der Straße gebucht ... Die Grünen im Landtag wittern bei Gemkows Vorstoß gar Repression.

Zurückhaltender reagiert der Vorsitzende des Richtervereins Sachsen, Reinhard Schade. Die tatsächliche Mehrbelastung und ob besagte 30 Stellen ausreichen, sei noch schwer zu beurteilen. Fest stehe aber, dass es Mehraufwand gebe. Gleichwohl halte er die Rundverfügung für "gut", sie gehe über eine reine Symbolwirkung deutlich hinaus.

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           Millionen Deutsche brauchen neuen Führerschein








Papierführerschein sind ab 2033 nicht mehr erlaubt. Dann braucht man in Deutschland eine Fahrerlaubnis in Chipkartenform.
                 © dpa/Federico Gambarini


Berlin. Millionen von Autofahrern in Deutschland haben noch ihren alten Führerschein-"Lappen" - dessen Tage aber sind gezählt. Denn bis spätestens zum 19. Januar 2033 müssen die Dokumente gegen neue Plastikkärtchen in einheitlichem EU-Standard umgetauscht sein. Betroffen sind insgesamt rund 43 Millionen Autofahrer in Deutschland.

Die Fahrerlaubnis bleibt vom Umtausch der Dokumente unberührt - eine neue Prüfung ist also nicht nötig. Dafür aber ein Foto - und laut ADAC rund 25 Euro Gebühr für den neuen EU-Führerschein. Der Bundesrat berät nun am Freitag darüber, ob der Umtausch früher anlaufen könnte. Dazu hat der Verkehrsausschuss der Länderkammer erneut ein Konzept vorgelegt. Ob der Bundesrat diesem zustimmt, ist aber unsicher. Konkret geht es um einen detaillierten Stufenplan und einen früheren Start der riesigen Umtauschaktion - damit viele Autofahrer nicht bis zum letzten Moment warten und es einen Massenansturm bei den Behörden vor Ort gibt. Ziel ist also eine zeitliche "Entzerrung".

Dem Konzept des Bundesrats-Ausschusses zufolge sollen die rund 15 Millionen Papierführerscheine, die vor dem 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, ab dem Jahr 2022 gestaffelt nach Geburtsjahrgängen umgetauscht werden. Zuständig sein soll die Führerscheinbehörde des aktuellen Wohnsitzes.
Für rund 28 Millionen Kartenführerscheine, die vom 1. Januar 1999 an ausgestellt wurden, soll der Umtausch nach dem jeweiligen Alter der Dokumente über die Bühne gehen.

Personen, die vor 1953 geboren sind, wären laut Bundesrats-Ausschuss von einer vorgezogenen Umtauschpflicht ausgenommen - bei ihnen sei nicht sicher, ob sie nach dem Stichtag 2033 überhaupt noch von ihrer Fahrerlaubnis Gebrauch machen wollten und daher einen weiter gültigen Führerschein benötigten. Die seit 2013 ausgestellten Führerscheine in Deutschland entsprechen bereits den neuen Vorgaben. Denn die EU-Richtlinie gilt bereits seit 2013. Neu ausgestellte Dokumente gelten seitdem nicht mehr lebenslang, sondern haben eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren. Laut Bundesrats-Ausschuss ist das Ziel des Staffelplans, bis zum Jahr 2028 möglichst viele Alt-Führerscheine umzutauschen - denn ab diesem Zeitpunkt verlieren auch die seit 2013 neu ausgestellten Führerscheine ihre Gültigkeit und müssen erneuert werden. (dpa)