Aus Dresden für die Welt - Slogan
Die Legende vom heißen Sommer im Boulevardtheater

1989, fiel die Mauer – ein Moment, der wohl für immer unvergessen bleibt. 30 Jahre später feiert das Boulevardtheater mit einer neuen Theatershow den Sound des Ostens, wohl wissend, dass noch vor einigen Jahren solch eine Musikkomödie vielleicht nicht möglich gewesen wäre, ohne gleich als „Ostalgie" abgetan zu werden. Doch zum dreißigjährigen Jubiläum lustwandeln wir nun besonders gern durch verklärte und musikalische Erinnerungen.

Und wer erinnert sich nicht? An „Die Legende von Paul und Paula" oder an „Heißer Sommer", an „Schrank Föbel" und an Maschinen, die ihren Drachen steigen ließen, an ganze Bataillone voller Liebe oder eine Erna, die prompt kommt, wenn sie sagt, dass sie kommt. Oder an Manfred und seinen Krug sowie andere Könige der Welt.
Nachdem wir mit „Azzurro" und tausenden Zuschauern bereits nach Italien gereist sind oder die 80er schon über hundertmal in einer nie enden wollenden Fete gefeiert haben, wird eine Geschichte erzählet, die im Hier und Jetzt spielt und uns dennoch erinnern und tanzen lässt. Eine musikalische Zeitreise – mit Liveband und manchem Blödsinn, mit Ata und Amiga, mit Lipsi, Liebe und Legenden.



 




Helga (Julia Menke), John (Andreas Köhler), Nina (Katharina Eirich) und Richi (Janis Masino singen die größten Amiga-Hits.
     Foto: Robert Jentzsch


Ein Koffer mit persönlichen Erinnerungsstücken, ein Liebesbrief, Schlafsack und Filmplakate aus zwei legendären DEFA-Filmen wecken Erinnerungen und sind die zündenden Zutaten im Stück "Die Legende vom heißen Sommer" von Michael Kuhn und E.B. Marol.

Die Aufführung vereint grandios die 50 größten Amiga-Hits aller Zeiten.
Vor der Kulisse einer Kirche probt eine junge Band. Der umtriebige John (Andreas Köhler), Sohn des ehemaligen Amiga-Produzenten, plant eine Konzerttournee, um 30 Jahre Mauerfall und den Sound des Ostens zu feiern. Für Wirbel sorgt Sängerin Nina, die unerwartet aus Hamburg auftaucht, weder Ernst Thälmann noch einen einzigen Ost-Hit kennt, aber im heißen Sommer '89 gezeugt wurde. Um ihre Liebe ringen der coole John und der schüchterne Bandleader Richi, sodass das Konzert beinahe platzt. Nebenbei werden Ost-West-Klischees humorvoll auf die Schippe genommen in dieser musikalischen Zeitreise unter Regie von Olaf Becker. Die Musik kuratierte Jörg Stempel, der letzte Amiga-Chef.

Die Dialoge sind voller Anspielungen auf Amiga-Hits, sie begleiten die Handlung und spiegeln Eindrücke aus der DDR-Zeit und dem Lebensgefühl. Vom ersten bis zum letzten Song sprang der Funke aufs Publikum über, wurde geklatscht und mitgesungen. Nichts wird ausgelassen, von Holger Biege oder Ute Freudenberg, Karat, City, Silly, die Puhdys und Frank Schöbel. Sogar ein Medly mit DDR-Kinderliedern (Wenn Mutti früh zur Arbeit geht ...) ist zu hören. Diese Musik kann sich immer noch hören lassen und hat etwas zu sagen. Wer Ost-Feeling erleben und verstehen will, ist hier bestens aufgehoben!

Neben uns saßen im ausverkauften Haus zwei junge Damen, die den Fall der Mauer noch nicht erlebten. Sie sind bereits Fans der Musik und wollen mindestens noch zweimal kommen. Das ist wieder möglich am 7., 8. und 9. Mai.


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